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Tuesday, 17. October 2017

Präsident Fritz NiederndorferGute Strukturen sind die Basis für Erfolg

Wann ist ein Winter für den Landesskiverband ein guter Winter gewesen? An sich eine einfache Frage, die aber gar nicht so einfach zu beantworten ist.
Eine intensive Saison mit zahlreichen Erfolgen, zwei Großveranstaltungen, aber auch Verletzungen sowie einigen Wettkampfverschiebungen  und –absagen, auf Grund des launischen und schneearmen Winters, liegt nun hinter uns.
Der alpine Weltcupzirkus kehrte nach fünfjähriger Pause zurück ins Stodertal. Zweifelsohne der Höhepunkt aus sportlicher Sicht. Die internationale Rennelite zeigte sich von Strecke und Atmosphäre gleichermaßen begeistert.


Cool, unverwüstlich, erfolgreich – das „Trio Infernale“

Diese Attribute treffen am besten auf unsere Top-Athleten Vincent Kriechmayr, Michael Hayböck und Andrea Limbacher zu. Mit enormer mentaler Stärke waren sie im letzten Winter oftmals das Maß aller Dinge. Vincent Kriechmayr beispielsweise war, neben Ausnahmesportler Marcel Hirscher, der zweitbeste ÖSV-Läufer in dieser Saison. Das legendäre Hahenkammrennen in Kitzbühel beendete der Mühlviertler als bester rot-weiß-roter Athlet auf Rang sieben. Der 24-jährige sorgte auf der Olympiastrecke von Kvitfjell für ein Déjà-vu und wurde, so wie ein Jahr zuvor, abermals zweiter hinter Kjetil Jansrud. Weiters konnte er einen dritten und einen vierten Rang auf seinem Super G Konto verbuchen. Für die zum Greifen nahe kleine Kristallkugel im Super G hat es diesmal leider noch nicht ganz gereicht. Aber wie heißt es so schön: „Nach der Saison ist vor der Saison.“

Andere wuchsen ebenfalls in entscheidenden Momenten über sich hinaus. OÖ Sportler des Jahres 2015. Staatsmeister im Team und auf der Großschanze. Drei Siege, neunmal auf dem Podest, dazu Skiflug WM Bronze, Dritter der Vierschanzen-Tournee und in der Weltcupgesamtwertung Rang vier und damit bester Österreicher. Das kann sich wahrlich sehen lassen. Michael Hayböck legte die bislang konstanteste Saison seiner noch jungen Karriere hin.

Auch Weltmeisterin Andrea Limbacher war im „Kampf Frau gegen Frau“ in einer ausgezeichneten Form. Sie sicherte sich die Teilnahme an den legendären X Games in Aspen. Aber just nach ihrem vierten Weltcupsieg schlug bei der Skicrosserin wieder der Verletzungsteufel zu. Wenige Tage nach ihrem fulminanten Sieg in Südkorea stürzte sie beim Training in Arosa  für das letzte Weltcuprennen und verletzte sich abermals schwer am rechten Knie.

Tolle Erfolge bei Junioren-Weltmeisterschaften

Insgesamt hatten sieben Nachwuchsathleten mit besonders guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und wurden vom ÖSV in die WM-Kader berufen.
Max Lahnsteiner holte bei der Alpinen Junioren WM in Sotschi im Riesentorlauf die Bronzemedaille und konnte mit diesem sensationellen Ergebnis seinen größten internationalen Triumph feiern. Der 19-jährige Ebenseer ist Österreichischer U18-Meister im Slalom sowie im Riesentorlauf und will sich weiter im Europacup etablieren. Team-Staatsmeister Maximilian Steiner holte mit dem Skisprung Mixed-Team die Junioren-WM Silbermedaille in Rasnov.

Saisonale Höhepunkte im Nachwuchsbereich

Elisabeth Reisinger feierte ihr Weltcupdebüt bei den Abfahrten in Lake Louise. Bei der Junioren WM gelangen ihr zwei fünfte Plätze in den Speed-Disziplinen. In der Abfahrt war sie als fünfte beste Österreicherin. Neben Weltcupdebütantin Elisabeth Reisinger wächst eine weitere alpine Topläuferin aus dem Mühlviertel heran. Elisa Mörzinger feierte ihren ersten internationalen Erfolg im Riesentorlauf. Nach dem Abfahrts-Debüt im Europacup in Altenmarkt konnte die 18-jährige erstmals einen FIS-Riesentorlauf gewinnen und machte damit einen gewaltigen Schritt nach vorne.

Daniel Hemetsberger absolvierte sein erstes Weltcuprennen in Santa Catarina. Jubeln durfte er über seinen zweiten Saisonsieg bei der FIS Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm. Bereits zu Beginn der Saison hatte der Nußdorfer einen FIS Super-G in Hinterstoder für sich entscheiden können.

In beeindruckender Manier hat Langläufer Florian Schwentner in den letzten Jahren die Nachwuchsbewerbe dominiert. So auch heuer. Der 18-jährige gewann alle vier Bewerbe zum Austriacup und erreichte beim COC-Bewerb unter 400 internationalen Startern den dritten Platz. Als einziger Oberösterreicher wurde er für die Olympischen Jugendspiele (EYOF) in Lillehammer nominiert. Nach dem sensationellen neunten Platz im Cross-Sprint in der freien Technik  zeigte er auch mit dem 25. Platz im Klassik-Sprint seine Klasse.

Jung-Biathlet Jakob Ruckendorfer sicherte sich souverän den Gesamtsieg des Austriacups. Damit nicht genug, lieferte der Skijäger bei den ÖM einen weiteren Beweis seines Könnens ab. Im Massenstartrennen konnte er die Silbermedaille im U16 Bewerb erringen.

Jubelstimmung bei heimischen Weltcupveranstaltungen

Die rot-weiß-roten Damen präsentierten sich in guter Form beim Heimweltcup in Hinzenbach. Beim vierten Weltcupspringen in der Energie AG Arena schaffte Jacqueline Seifriedsberger auf Rang drei zum ersten Mal „daheim“ den Sprung aufs Podest. Als Sieger durfte sich das weltcuperprobte OK-Team rund um Bernhard Zauner feiern lassen. Sie trotzten den widrigen Wetterbedingungen und konnten zwei perfekt organisierte Wettkämpfe über die Bühne bringen.

Der Weltcupzirkus kehrte nach fünf Jahren Pause nach Oberösterreich zurück und wir erlebten unvergessliche Momente des alpinen Skisports bei den Rennen in Hinterstoder. Weltklasse Stimmung, eine perfekte Piste an allen drei Wettkampftagen, mehr als 41.000 Fans und 600 Helfer im Einsatz; das ganze Tal stand Kopf! Schönere Bilder konnten wir gar nicht um die Welt schicken.
Sportgroßveranstaltungen wie das Skispringen in Hinzenbach und der alpine Weltcup in Hinterstoder sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, wichtig für das positive Image von Oberösterreich im In- und Ausland und tragen dazu bei, die Sportbegeisterung in der Bevölkerung zu steigern.

FIS Super-G Bewerbe in Hinterstoder

Nach einjähriger Pause der Speed-Woche gab es im Dezember nun die Fortführung mit jeweils zwei Super G Rennen Damen und Herren auf der FIS Rennstrecke Hutterer Böden. Auf Grund der prekären Schneelage im gesamten Bundesgebiet waren sowohl bei den Damen wie auch den Herren namhafte Athleten aus Welt- und Europacup bei den Rennen am Start. Rund 40 Ehrenamtliche des OK Teams VNZ Hinterstoder sorgten für eine reibungslose und perfekte Organisation.

Neue Renn- und Trainingspiste in Gosau

Zu Saisonende fand die Eröffnung der neuen Renn- und Trainingspiste in Gosau statt. Gemeinsam mit der Dachstein Tourismus AG, den örtlichen Skiclubs und dem Landesskiverband wurde seit einigen Jahren eine entsprechende Piste gesucht und im Bereich Hornspitz 2 auch gefunden. Im Bereich der 4er-Sesselbahn Hornspitz Express II befindet sich nun ein perfektes Trainingsgelände.

Markus Gattinger – der neu Mann im Skiverband

Zum neuen Generalsekretär des Landesskiverbandes und zugleich Geschäftsführer des Landesnachwuchszentrums (LNZ) Hinterstoder wurde im Spätsommer Markus Gattinger bestellt. Der Regauer war zuletzt als Trainer und sportlicher Koordinator in der Skihauptschule Windischgarsten tätig. Sein sportlicher Werdegang begann 1995 als Vereinstrainer beim Skiclub ESKA Wels und fand seine Fortsetzung als ÖSV Trainer im Europacupteam der Damen. Der 38-jährige ist staatlich geprüfter Trainer und Landesskilehrer. Dank seiner Ausbildung, der beruflichen Erfahrung und der Leidenschaft für den Skisport ist Markus Gattinger sowohl für den Landesskiverband als auch für das LNZ in Hinterstoder ein Gewinn.

Mein Dank ...

... richtet sich an alle, die sich tagtäglich und unermüdlich für die Belange des Landesskiverbandes einsetzen. Es ist keine Selbstverständlichkeit auf ehrenamtliche Helfer zählen zu können, die ausgesprochen wertvolle Basisarbeit in den Vereinen leisten. Mein Dank richtet sich an dieser Stelle auch an alle Verbandssponsoren und langjährigen Partner, die sicherstellen, dass wir auch weiterhin auf professionellem Niveau weiterarbeiten können.